Der Taupunkt, nicht die Feuchte, sagt dir, wann du öffnest
Relative Feuchte ist ein Prozentwert. Der Taupunkt ist die Temperatur, die Luft klebrig wirken lässt. Nutze ihn, um zwischen kurzem Öffnen und allen Fenstern weit auf zu entscheiden.
Die Zahl, die Leute meinen, wenn sie sagen, die Luft fühlt sich klebrig an, ist der Taupunkt, nicht die relative Feuchte.
Relative Feuchte ist ein Prozentwert, wie voll die Luft ist im Vergleich dazu, wie viel Feuchtigkeit sie bei dieser Temperatur halten könnte. Sie schwankt, wenn das Thermometer schwankt. Der Taupunkt ist die Temperatur, bei der Wasser in der Luft kondensieren würde. Er bleibt stehen, während der Tag wärmer wird, und liest deshalb besser, wie schwül die Luft wirklich ist.
Ein hoher Taupunkt heißt schwüle Luft, die dich schlecht kühlt, selbst wenn das Außenthermometer ein wenig unter der Zimmertemperatur liegt.
Wie sich die Zahlen anfühlen
Das sind Faustregeln, keine medizinischen Schwellen:
- Unter etwa 10 °C: trocken
- 10–16 °C: angenehm
- 16–20 °C: etwas schwer
- Um 20 °C und darüber: schwül
- Ab etwa 22 °C: drückend
Ist der Außentaupunkt hoch oder nahe an deiner Innentemperatur, ist ein kurzes Öffnen meist besser, als alle Fenster weit aufzureißen. Du lässt trotzdem etwas Wärme raus. Du füllst die Wohnung nicht mit Luft, die Schweiß nicht verdunstet.
Die Taupunkt-Checkliste
- Vertrau dem Taupunkt mehr als dem Feuchte-Prozentwert
- Weit öffnen, wenn der Taupunkt angenehm ist und die Außenluft kühler
- Lieber einen kurzen Luftstoß, wenn es schwer oder klebrig wirkt
Ventilate Pro nutzt den Außentaupunkt im Fensterrat. Die Temperatur bleibt entscheidend. Der Taupunkt macht aus einem Weit-auf nur ein kürzeres Öffnen. Siehe wenn kühlere Luft sich nicht lohnt.
Das ist keine medizinische Beratung. Wenn dir die Hitze nicht guttut, folge den Empfehlungen deiner örtlichen Gesundheitsbehörde.