Hitzewellen in Amsterdam, Grachten, Ziegel und späte Nächte
Amsterdamer Sommer sind auf dem Papier selten die heißesten in Europa, aber feuchte Luft und dichte Grachtengürtel halten Nächte schwül. Ziegel, Asphalt und wenig Außenverschattung verkürzen das Fenster, in dem Außenluft hilft.
Amsterdam erreicht keine Madrider Temperaturen, aber Hitzewellen treffen die Stadt trotzdem. Sie liegt in feuchter atlantischer Strömung, und Grachtengürtel, 19.‑Jahrhundert-Blöcke und Nachkriegsbauten speichern einen heißen Tag. Nach Sonnenuntergang kann das Zentrum mehrere Grad über der Polderlandschaft wenige Kilometer weiter liegen. Das ist eine Wärmeinsel, und deshalb kann eine regionale Vorhersage fast angenehm wirken, während ein Zimmer im dritten Stock über einer sonnigen Straße erst spät durchlüftet.
Anders als in Südeuropa
- Kaum Außenrollläden. Die meisten Wohnungen haben nur innenliegende Jalousien oder Vorhänge. Die Sonne trifft das Glas am Nachmittag hart. Siehe Fenster vor der Sonne schützen
- Schmale Grundstücke, eine Fassade. Viele Wohnungen lüften nur zur Straße oder in einen kleinen Hinterhof. Querlüftung ist selten: einseitig oder Querlüftung
- Höfe und Gärten hinten sind oft die kühleren Einlässe: Hof oder Straße
- Taupunkt zählt bei hoher Feuchte: Taupunkt
Birken- und Gräserpollen im späten Frühjahr: Pollen.
Praktische Amsterdamer Nacht
- Sonnenseite früh abdunkeln, Nachtspülung erst bei kühlerer Außenluft, oft nach 23 Uhr im Grachtengürtel
- Dachgeschoss und nach der Hitzewelle weiterlüften
- Öffentliche Maßnahmen: politische Entscheidungen