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Wie du Haustiere bei einer Hitzewelle schützt

Tiere überhitzen schneller als Menschen und können nichts sagen. Was sie brauchen, was du vermeidest und wann du den Tierarzt anrufst.

Haustiere überhitzen schneller als Menschen. Sie können dir nicht in Worten sagen, wenn es zu viel wird, und mehrere der Arten, mit denen wir zusammenleben, sind für Hitze ohnehin schlecht ausgerüstet.

Hunde können über die Haut nicht schwitzen, sie sind also fast vollständig aufs Hecheln angewiesen. Kurznasige Rassen wie Bulldoggen, Möpse und Perserkatzen bewegen dabei viel weniger Luft und sind deutlich stärker gefährdet. Kaninchen, Meerschweinchen und kleine Käfigtiere sind extrem empfindlich und stehen oft genau am falschen Ort, nämlich im Stall oder Käfig in einer sonnigen Zimmerecke.

Die Haustier-Checkliste

  • Frisches Wasser und Schatten jederzeit bereithalten, und lieber mehr als einen Napf aufstellen, falls einer umgestoßen wird, während du unterwegs bist
  • Auf kühlen Fliesen oder Steinböden ruhen lassen. Nimm das Körbchen vom Teppich und gib dem Tier Zugang zum kühlsten Raum der Wohnung
  • Tiere niemals im Auto lassen, auch nicht für ein paar Minuten und auch nicht mit gekipptem Fenster. Der Innenraum erreicht innerhalb von Minuten tödliche Temperaturen
  • Hunde früh oder spät ausführen, nicht mitten am Tag
  • Prüf den Asphalt mit dem Handrücken. Wenn du ihn dort keine fünf Sekunden halten kannst, verbrennt er Pfoten
  • Stell Käfige und Ställe aus der direkten Sonne und weg von Fenstern und Wintergärten

Ein Tier sicher kühlen

Feuchte Handtücher, eine flache Wanne, in die ein Hund sich stellen kann, und ein Ventilator, dem das Tier ausweichen kann, helfen alle. Gefrorene Wasserflaschen in ein Handtuch gewickelt funktionieren gut für Kaninchen und Meerschweinchen.

Zwei Dinge sind zu vermeiden: Zwing ein Tier nicht in kaltes Wasser, und richte keinen Ventilator direkt auf ein Käfigtier, das dem Zug nicht ausweichen kann. Lass ihm immer die Wahl, sich dem zu nähern oder zurückzuziehen, was du aufbaust.

Katzen finden die kühlste Fläche der Wohnung meist von selbst. Was du Nützliches tun kannst, ist sicherzustellen, dass die guten Plätze erreichbar sind und dass keine Katze durch eine zugefallene Tür in einem heißen Zimmer eingesperrt sein kann, während du weg bist.

Wann du den Tierarzt anrufst

Ruf an, wenn du das hier siehst:

  • Starkes Hecheln, das sich auch an einem kühlen Ort nicht legt
  • Speichel, der zäher oder stärker ist als sonst
  • Erbrechen oder Durchfall
  • Unsicherer Gang, Stolpern oder ein abwesender, nicht reagierender Blick
  • Knallrotes oder sehr blasses Zahnfleisch
  • Zusammenbruch

Ein Hitzschlag schreitet bei Tieren schnell voran und ist ein echter Notfall. Bring das Tier an einen kühlen Ort, mach sein Fell mit kühlem, nicht eiskaltem Wasser nass, biete ihm etwas zu trinken an, wenn es wach genug ist, und ruf unterwegs beim Tierarzt an, statt abzuwarten, ob es besser wird.

Kleintiere und Vögel

Kaninchen und Meerschweinchen leiden oberhalb von etwa 25 °C stark und können schnell abbauen. Vögel brauchen Schatten und eine flache Wasserschale, und ihre Käfige sollten nie in Fensternähe stehen. Wenn deine Wohnung einen Raum hat, der deutlich kühler bleibt, gehören sie an den heißen Tagen dorthin, was ein Grund mehr ist zu wissen, wie sich deine Wohnung beim Lüften tatsächlich verhält.

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Diese Ratgeber dienen der Information und ersetzen keine medizinische Beratung. Wenn dir die Hitze zu schaffen macht, folge den Empfehlungen deiner örtlichen Gesundheitsbehörde.